Gedanken, Gefühle und Körperempfindungen wahrnehmen
Wenn wir von bewusstem Wahrnehmen sprechen, stellt sich eine einfache Frage:
Was genau nehmen wir eigentlich wahr?
Im Alltag richtet sich unsere Aufmerksamkeit oft nach außen. Wir beobachten, was um uns herum geschieht, reagieren auf Situationen und treffen Entscheidungen. Dabei übersehen wir leicht, dass gleichzeitig auch in uns selbst ständig etwas geschieht.
Bewusstes Wahrnehmen bedeutet deshalb, den Blick für einen Moment nach innen zu richten.
Dabei können wir drei Ebenen beobachten:
Gedanken, Gefühle und Körperempfindungen.
Gedanken wahrnehmen
Gedanken sind meist das Erste, was wir bemerken. Sie tauchen oft sehr schnell auf und begleiten viele Situationen unseres Alltags.
Vielleicht kennen wir Gedanken wie:
– Das wird bestimmt schwierig.
– Das schaffe ich schon.
– Das hätte ich besser machen können.
Gedanken entstehen häufig automatisch. Beim bewussten Wahrnehmen geht es nicht darum, sie sofort zu verändern, sondern zunächst nur darum, sie überhaupt zu bemerken.
Gefühle wahrnehmen
Neben Gedanken sind auch Gefühle ein wichtiger Teil unserer Wahrnehmung.
Manchmal sind sie deutlich spürbar, manchmal eher leise im Hintergrund. Gefühle können zum Beispiel sein:
– Freude
– Unsicherheit
– Ärger
– Hoffnung
– Traurigkeit
– Zuversicht
Gefühle geben uns oft Hinweise darauf, wie wir eine Situation innerlich erleben.
Körperempfindungen wahrnehmen
Auch unser Körper reagiert auf das, was wir denken und fühlen. Manchmal zeigt sich das ganz deutlich, zum Beispiel durch:
– Anspannung
– Müdigkeit
– Unruhe
– ein Gefühl von Leichtigkeit
– ein Druck im Bauch oder in der Brust
Der Körper kann uns damit zusätzliche Hinweise geben, wie es uns in einer Situation wirklich geht.
Wahrnehmen ohne sofort zu bewerten.
Beim bewussten Wahrnehmen geht es zunächst nur darum, diese drei Ebenen zu bemerken.
Gedanken, Gefühle und Körperempfindungen sind einfach da. Sie müssen in diesem Moment noch nicht erklärt oder verändert werden.
Der erste Schritt der NUAA‑Methode besteht genau darin: zu sehen, was gerade in uns geschieht.
Erst danach folgen die nächsten Schritte der Methode.
Eine kleine Frage zum Abschluss
Wenn du einen Moment innehältst und nach innen schaust:
Welche Gedanken, Gefühle oder Körperempfindungen nimmst du gerade wahr?